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"Bau mein Haus" in Sachsen-Anhalt

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Bau mein Haus im Bundesland Sachsen-Anhalt

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Informationen zu Sachsen-Anhalt (Quelle: www.wikipedia.de)

Im Norden wird Sachsen-Anhalt von Flachland geprägt. In der dünn besiedelten Altmark befinden sich alte Hansestädte wie Salzwedel, Gardelegen, Stendal und Tangermünde, aber auch noch südlich davon, wie z.B. Halle (Saale). Den Übergang von der Altmark zur Region Elbe-Börde-Heide mit der fruchtbaren, waldarmen Magdeburger Börde bilden die Colbitz-Letzlinger Heide und der Drömling. In der Magdeburger Börde liegen die Städte Haldensleben, Oschersleben (Bode), Wanzleben, Schönebeck (Elbe), Aschersleben sowie Magdeburg, von dem die Region ihren Namen ableitet.

Im Südwesten liegt der Harz mit dem grenzübergreifenden Nationalpark Harz, dem Harzvorland und dem Mansfelder Land sowie u.a. den Städten Halberstadt, Quedlinburg, Wernigerode, Thale oder Eisleben.

An der Grenze zu Sachsen befindet sich der Ballungsraum Halle (Saale)/Merseburg/Bitterfeld-Wolfen (auch „Chemiedreieck“ genannt), der bis ins sächsische Leipzig reicht. Halle (Saale) ist die größte Stadt in Sachsen-Anhalt. In der Vergangenheit war hier die Chemieindustrie mit ihrem wirtschaftlichen Schwerpunkt in Leuna ansässig.

An der Saale und der Unstrut im Süden des Landes, wo sich das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut-Region befindet, liegen Zeitz, Naumburg (Saale), Weißenfels und Freyburg (Unstrut). Schließlich gehört zu Sachsen-Anhalt noch die im Osten gelegene Region Anhalt-Wittenberg mit der drittgrößten Stadt des Landes, der alten anhaltischen Residenzstadt Dessau-Roßlau, der Lutherstadt Wittenberg und einem Teil des Flämings.

Das größte Mittelgebirge Sachsen-Anhalts ist der Harz, in dem auch die höchste Erhebung von Sachsen-Anhalt und ganz Norddeutschlands liegt. Dies ist mit 1.141,1 m ü. NN der Brocken.

Die Bevölkerung setzte sich ursprünglich aus Niedersachsen (Ostfalen), Thüringern, östlich der Elbe und in der Altmark aus Nachfahren der ursprünglich ansässigen germanisierten Westslawen und der in den vergangenen Jahrhunderten in diese Regionen eingewanderten Deutschen, Flamen, Hugenotten und anderen zusammen. Hinzu kommen jedoch viele Zugezogene aus den anderen Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen sowie nach 1945 Flüchtlinge und Vertriebene und seit der Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Vergleichsweise klein ist der Anteil an ausländischen Immigranten. Hier sind als dominierende Gruppe Vietnamesen zu nennen.

Die gebräuchlichste und historisch korrekte Bezeichnung für die Einwohner des Landes ist Sachsen-Anhalter, das entsprechende Adjektiv sachsen-anhaltisch. Der Duden verzeichnet daneben auch den Ausdruck sachsen-anhaltinisch.

Der zahlenmäßige Bevölkerungsrückgang in Sachsen-Anhalt setzt sich fort und ist in erster Linie auf die sehr geringe Anzahl Neugeborener zurückzuführen. Außerdem sind aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit viele Sachsen-Anhalter auf der Suche nach einem Arbeitsplatz nach West- und Süddeutschland abgewandert. Trotz eines seit 1994 zu verzeichnenden leichten Anstieges der Geburtenzahlen erreichte die Reproduktionsquote nur etwa 50 Prozent.

Die Einwohnerzahlen nach der Kreisreform 2007 liegen zwischen 92.000 und 237.000 bei den kreisfreien Städten und zwischen 96.000 und 247.000 bei den Landkreisen (Datenstand 2005).

Bis 2025 wird die Einwohnerzahl des Landes Sachsen-Anhalt nach Prognoserechnungen des Statistischen Landesamtes im Landesdurchschnitt um 20 Prozent zurückgehen; bei einigen Landkreisen werden Rückgänge um bis zu 30 Prozent erwartet. Besonders betroffen vom Einwohnerrückgang sind die strukturschwachen, dünn besiedelten Landkreise und Gebiete mit Großwohnsiedlungen.

Die Einwohnerdichte schwankt bei den neuen Kreisgebieten zwischen 42 und 159 Einwohnern pro Quadratkilometer (Datenstand 2005). Besonders niedrige Werte haben die beiden Landkreise der Altmark, der Landkreis Jerichower Land und der Landkreis Wittenberg.

Am 31. Dezember 2006 lebten 1.116.692 von 2.441.787 Einwohnern in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern, was einem relativ niedrigen Verstädterungsgrad von 45,73 % entspricht. Obwohl die meisten Städte bereits seit 1940 schrumpfen, bilden sie die kulturellen Zentren des Landes. Dies gilt insbesondere für die beiden größten Städte Magdeburg und Halle sowie für die Bauhaus-Stadt Dessau und die Lutherstadt Wittenberg. Bedingt durch die kulturellen Unterschiede der Landesteile unterscheiden sich auch die Stadtbilder erheblich. Von der Backsteingotik des norddeutschen Mittelalters sind beispielsweise die Städte Stendal, Salzwedel, Tangermünde, Gardelegen und Burg geprägt. Durch Romanik und Gotik sind besonders die Städte in der Harzregion wie beispielsweise Halberstadt, Wernigerode, Sangerhausen, Aschersleben und in ganz besonderem Maße Quedlinburg und Eisleben geprägt. Auch Naumburg, Merseburg, Zeitz und Schönebeck tragen heute noch eine mittelalterliche Prägung in ihrem Weichbild. Die folgenden Stilepochen der Renaissance und des Barocks sind in vielen Städten vertreten, hervorzuheben sind hier vor allem die Renaissancebauten in Wittenberg, das zu dieser Zeit eine Blütephase erlebte. Auch die Residenzstädte Köthen, Bernburg und Weißenfels weisen heute eine Vielzahl an barocken Gebäuden auf. Die größte Stadt des Landes, Halle, hat ein stark durchmischtes Stadtbild von der Gotik bis zur modernen Architektur. Eine industriestädtische Prägung weist vor allem die Stadt Bitterfeld-Wolfen auf. Bedingt durch die starke Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sind die Innenstädte Magdeburgs und Dessaus vor allem durch die sozialistische Nachkriegsarchitektur und Bauten der jüngsten Zeit geprägt. Nach dem Ideal der Sozialistischen Stadt entstanden zu DDR-Zeiten große Teile Wolfens sowie Halle-Neustadt, die größte Plattenbaustadt der DDR.

Die Region um Halle (Saale) bildet zusammen mit dem in Sachsen liegenden Leipzig eine wirtschaftliche Schwerpunktregion. Hier laufen verschiedene Verkehrsströme zusammen. Traditionell befindet sich in der Gegend ein Schwerpunkt von Chemie- und Erdölindustrie („Chemiedreieck“, Leuna). In Leuna wurden in den letzten Jahren die größten Auslandsinvestitionen ganz Ostdeutschlands getätigt. Ein weiterer wirtschaftlicher Schwerpunkt ist die günstig zwischen Hannover und Berlin gelegene Landeshauptstadt Magdeburg.

Insgesamt hatte Sachsen-Anhalt große Schwierigkeiten bei der Umstrukturierung der Industrie. So kam es zu vielen Firmenschließungen und enormen Arbeitsplatzverlusten. In den vergangenen Jahren ist es durch eine offensive Standortpolitik zunehmend geglückt, die Arbeitslosenquote zu senken und ein größere wirtschaftliche Dynamik zu erreichen. Sachsen-Anhalt meistert den enormen Strukturwandel mit Erfolg und Rückschlägen zugleich. Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2006 um 2,8 Prozent. Bereits 2005 lag Sachsen-Anhalt beim Wachstum weit vorn. 2006 stieg die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes um 12,2 Prozent. Das war der zweithöchste Zuwachs in den neuen Bundesländern. Dennoch ist die Arbeitslosenquote immer noch eine der höchsten in der Bundesrepublik. Im September 2008 lag sie bei 12,8 Prozent. Sachsen-Anhalt wies damit nach Berlin die höchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer auf. Innerhalb des Bundeslandes zeigt sich seinerseits ein großes Gefälle. Während die Quote im Landkreis Börde mit 8,3 Prozent fast schon im Bereich des Bundesdurchschnitts lag, betrug sie zum gleichen Zeitpunkt im Landkreis Mansfeld-Südharz noch 15,6 Prozent.

In absoluten Zahlen wurden 2005 in Sachsen-Anhalt Waren und Dienstleistungen im Wert von 50 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wichtigste Industriezweige sind vor allem die Chemieindustrie, der Maschinenbau und das Ernährungsgewerbe. Das Land hat sich in den letzten Jahren zu einem leistungsstarken und international konkurrenzfähigen Standort entwickelt. Mit der Ansiedlung nationaler und internationaler Unternehmen sowie mit der Modernisierung ansässiger Unternehmen sind neue Forschungs- und Fertigungskapazitäten ins Land gekommen. Durch die intensive Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft verfügen die einzelnen Branchen über ein exzellentes Forschungs- und Entwicklungspotenzial.

Neben den traditionellen Branchen haben sich auch der Dienstleistungssektor und neue Industrien wie Automotive, Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, Medien, Holz, nachwachsende Rohstoffe, die Solarwirtschaft und der Tourismus etabliert und bestimmen heute die Wirtschaft.

2007 betrug die Wirtschaftsleistung im Bundesland Sachsen-Anhalt gemessen am BIP rund 51 Milliarden Euro. Der Schuldenstand belief sich im Dezember 2007 auf rund 19,8 Milliarden Euro.

 

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