
| „Zukunftshäuser – Energieeffizienz im Fertighausbau“ |
| Musterhäuser - München |
| Geschrieben von: Heimo Kandler |
Thema: Zukunftshäuser - Energieeffizienz im FertighausbauUntertitel:
Energieeffizienz im Fertighausbau – Das NiedrigenergiehausDas Thema Energieverbrauch, Energiekosten und Einsparungsmöglichkeiten gab es eigentlich schon immer. Durch steigende Kosten für Primärenergie und dass gewachsene Umweltbewusstsein ist es in jüngster Zeit wieder in den Vordergrund gerückt. Die Beste Energieeinsparung ist der Nullverbrauch von primärer Energie im Hausbau. Das reduziert dann auch zwangsläufig die laufenden Energiekosten auf Null – ein durchaus angenehmer Wert, wie ich finde. Dass eine weitestgehende Reduzierung des Bedarfes an primärer Energie möglich ist und heute schon vielerorts praktiziert wird, ist eine Tatsache. Denken sie nur an den Einsatz modernster Gas-, Öl- und Holz- Pelletts-Brenner der neuesten Generation. Diese verbrauchen nur noch einen Bruchteil an Brennstoff jener Anlagen früherer Jahre. Damit schonen diese Anlagen nicht nur den Geldbeutel sondern eben auch die Umwelt. Damit es aber auch mit modernster Technik noch erheblich besser auf allen Feldern der Heiztechnik geht, sind die „Häuslebauer“ und Modernisierer als Verbraucher gefordert. Die erste und entscheidende Voraussetzung für energieeffizientes Heizen ist die konsequente Vermeidung von Wärmeverlusten – also die möglichst effektive Dämmung der Außenwände, Decken und Dächer. Dazu zählt natürlich auch alles, was ein „Loch“ in der Fassade darstellt, denn warme Luft und Wärme sucht sich jede auch noch so kleine Lücke um sich „dünne“ zu machen. Der Wand- und Deckenaufbau als „der“ entscheidende Faktor ist gerade im Fertighausbau ideal zu gestalten. Mit sehr platz- und raumsparenden Außenwanddurchmessern von 31 bzw. 37 cm lassen sich in der Holzständerbauweise, wie sie beispielsweise "Bau mein Haus" praktiziert, absolute Spitzenwerte im Wärmedurchgang – also dem Wärmeverlust – problemlos und äußerst kostengünstig erreichen. Galten früher Wärmedurchgangswerte (u-Werte) von 0,19 schon als das Maß aller Dinge, so ist dies heute bei hochmoderner Fertigung und Dämmung – sie verzeihen – ein „alter Hut“. Schlechter als u-0,13 bzw. u-0,11 muss keine Wand mehr sein, denn das ist der Stand der Technik, wie man ihn heute von jedem guten und renommierten Hersteller mit Qualitätsanspruch im Fertighausbau verlangen kann. Für weniger muss man sein Baubudget nicht ausgeben, wenn man auf Energieeffizienz im Hausbau wert legt – und das sollte man, denn die Energiekosten werden zu „dem Faktor“ im Bereich Wohnen, Heizen und Warmwasseraufbereitung. Und Qualität im Fertighausbau muss weder teuer noch verzichtbar sein. Hersteller im oberen Qualitätssegment geben nicht ohne Grund heute bereits 30 Jahr Garantie auf Ihre Produkte. Die zweite und nicht minder wichtige Frage ist die, nach dem Einsatz der Heizquelle. Dabei ist die Wärmepumpentechnik das Mittel der ersten Wahl. Wir unterscheiden in Erdwärme- und Luftwärmetechnik. Die Erdwärmetechnik ist sicherlich jene, die die stabilsten Wärmequellen nutzt. Sie ist aber auch mit Abstand die teuerste und eignet sich meist nur bei sehr großen Objekten. Tiefbohrungen auf rund 120 m Abtauftiefe kosten nicht selten 20.000,-- und sind stärk abhängig von dem vorhandenen Untergrund. Außerdem sind sie genehmigungspflichtig. Erdwärme ist auch über Heizschlangen im Garten zu erreichen. Diese dürfen aber nicht üb erbaut werden und der Boden darf nicht verdichtet sein. Es wird die doppelte Fläche im Garten benötigt, die im Haus zu beheizen ist. Die Erd-, Material- und Verlegearbeiten sind nicht billig. Als Erdwärmequelle dient auch das Grundwasser. Dafür sind 2 Brunnen notwendig (Entnahme- und Schluckbrunnen) und diese müssen mindestens 15 m auseinander und in Grundwasser- Fließrichtung liegen. Auch dieser eingriff ins Grundwasser ist genehmigungspflichtig und Brunnen können trocken fallen bzw. versanden (Kosten in folge). Ein hervorragend ausgereifte Technik ist die der Entnahme von wärme aus der Luft, deren Verdichtung und Nutzbarmachung für den „Hausgebrauch“. Diese Art der Wärmepumpe benötigt zum Betrieb weder Eingriffe in den Untergrund noch Genehmigungen, ist höchst effizient (1:4,3), kostengünstig in der Anschaffung (ab ca.14.800,--) und höchst unproblematisch in der Installation. Da es sich beim Wärmepumpenprinzip um quasi einen umgedrehten Kühlschrank handelt, sind die dort verbauten Teile von renommierten Herstellern wie Siemens, ROTO, Mitsubishi, Daikin u.a. seit Jahrzehnten in der Kühltechnik eingesetzt und bewährt. Deren Servicenetz ist entsprechend dicht gestreut und damit jederzeit erreichbar. Die mechanischen Teile einer Luftwasser-Wärmepumpe halten sich in engen Grenzen (Kompressor, E-Antrieb Fahn, Pumpe) so dass es kaum Ansatzpunkte für Verschließ gibt. Das Prinzip der LWWP ist denkbar einfach.
Die der Luft entnommene Wärme wird ähnlich dem Fahrradpumpenprinzip stark verdichtet und damit heiß. Diese Hitze wird über Wärmetauscher an das Medium Wasser übergaben und speist einen Boiler (Tank) von 3-500 Liter mit heißem Wasser. Durch diesen Boiler werden nun Heizschlangen geführt, die das durchströmende Frisch- /Kaltwasser beim Durchlauf durch die Heizschlangen erhitzen und an die Verbrauchsstelle (Bad, Dusche, Spüle, Waschbecken, Fußbodenheizung) weiter geben. Die LWWP springt nur an, wenn wieder Wärme im Boiler benötigt wird – sonst „schläft“ sie und verbraucht dementsprechend Null Energie an Strom. Wer nun – wie ich das selbst tue – den Strom auch noch selbst auf dem Hausdach erzeugt (PV-Anlage), produziert mit seinem Haus mehr Energie (Strom), als er selbst verbraucht und kann deshalb diesen Überschuss für 20 Jahre zu garantierten Preisen an den Stromkonzern (E-On, Vattenfall, Stadtwerke, Gemeindewerke,……) verkaufen, denn diese haben eine Kaufverpflichtung und die wird ebenso wie die Einspeisevergütung staatlich per Gesetzt auf 20 Jahre garantiert. Klingt fast so wie die Formel zur wundersamen Geldvermehrung, nicht?
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